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Welche Hutformen gibt es?

Im Laufe der Zeit haben sich zahlreiche verschiedene Hutarten entwickelt. Häufig wurden Hüte erst als Wetterschutz genutzt und sind dann zu weit verbreiteten Modeaccessoires geworden, die auch losgelöst von ihren funktionalen Eigenschaften ihren Platz in der alltäglichen Garderobe gefunden haben. Heutzutage kleiden sich die Menschen gern sehr individuell, wozu die unterschiedlichen Kopfbedeckungen bestens beitragen können: So kann im Grunde jeder Hut modisch in Szene gesetzt werden, solange er richtig kombiniert wird. Zur Übersicht über die Vielzahl an Hutformen haben wir im Folgenden ein kleines Hutlexikon erstellt. Wir unterscheiden zwischen klassischen und modernen Formen, wobei sich die Grenze nicht immer eindeutig ziehen lässt.

Cowboyhut

Cowboyhut

Der Cowboyhut ist zurecht beliebt aufgrund seines einzigartigen Styles, aber auch wegen der vielseitigen Eigenschaften, die mit dem vielfach zur Herstellung verwendeten, hochwertigen Haar- und Wollfilz einhergehen. Platzhirsche im Bereich Westernhüte sind die traditionellen Marken Akubra (Australien) und Stetson (USA).

Merkmale:
  • Breite, geschwungene Krempe
  • Hohe Krone mit Einbuchtungen und verziertem Hutband
  • Klassisch aus feinem Filz und dadurch wasserabweisend

Dreispitzhut

Dreispitzhut

Trachtenhüte haben viele verschiedene Hutformen, aber keine davon ist so bekannt wie der klassische Dreispitz. Der Trachten-Dreispitzhut wird auch Tirolerhut genannt und meistens in den Farben Grau oder Dunkelgrün getragen.

Merkmale:
  • Hohe Krone mit schmaler Krempe
  • Die Krempe ist hinten aufgeschlagen und vorne spitz zulaufend
  • Verzierungen mit Kordeln, Federn oder traditionellem Gamsbart

Fascinator

Fascinator

Der Fascinator ist ein eleganter, leichter Kopfschmuck und die filigrane Alternative zum klassischen Hut. Er setzt bei Hochzeiten und anderen festlichen Anlässen stilvolle Akzente und lässt sich per Haarreif, Clip oder Kamm sicher am Kopf fixieren. Das Spektrum reicht vom zarten Mini-Fascinator bis zum auffälligen Statement-Piece.

Merkmale:
  • Seitlich oder schräg am Kopf getragen
  • Verwendet Materialien wie Sinamay, Satin, Organza oder Tüll
  • Oft mit Federn, Schleifen, Perlen oder Schleiernetz verziert
  • Luftig-leicht und dennoch formstabil

Fedora

Fedora

Der Name des Fedorahuts geht auf das gleichnachmigen Schauspiel "Fédora" im Jahr 1882 zurück. In den 1940er und 50er Jahren wurde er vor allem von Film-Noir-Charakteren getragen und ist durch Humphrey Bogart auch als Bogarthut bekannt geworden.

Merkmale:
  • Mittelbreite Krempe (vorne nach unten geknickt, hinten geschwungen)
  • Beidseitig eingekniffene Krone mit Hutband

Glockenhut

Glockenhut

Der Glockenhut, auch Cloche genannt, hatte seine modische Blütezeit in den 1920er Jahren. Sehr gerne wird die Glocke auch heute noch von Frauen zu kurzen Pixie- oder Bobfrisuren getragen. Da der Damenhut warm hält und häufig aus Wolle oder Walkstoff gefertigt ist, passt er ideal ins Winteroutfit.

Merkmale:
  • Runde Krone, gern mit Verzierungen
  • Mittelbreite Krempe, die nach unten gestülpt ist

Homburger

Homburger

Als klassischer Herrenhut löste der Homburger Hut den Zylinder und die Melone weitestgehend ab. Auch heute noch wird er von Hutliebhabern zu schicken Outfits mit Anzug oder Blazer getragen.

Merkmale:
  • Mittelbreite Krempe (geschwungen)
  • Eingefasster Rand wie beim Zylinder
  • Einbuchtung in der Mitte der hohen Krone
  • Meist aus Wollfilz und mit Hutband

Kreissäge

Kreissäge

In den 1920er Jahren war der kleine Florentinerhut für Herren in Mode, der eine besondere Form des Strohhutes ist. Aufgrund der früher auffälligen Zacken am äußeren Rand ist jedoch "Kreissäge" der geläufige Name geworden. Gängige Bezeichnungen sind auch Boater, Matelot oder Canotier.

Merkmale:
  • Flache, niedrige Krone
  • Schmale bis mittlere runde Krempe
  • Oft mit breitem Hutband
  • Klassisch aus Stroh gefertigt

Melone

Melonenhut

Angeblich wurden hohe Zylinderhüte beim Reiten auf der Jagd sehr häufig durch Äste vom Kopf gestoßen. Daher gab ein englischer Adelsmann einen niedrigen und stabilen Filzhut in Auftrag: die Geburtsstunde der Melone (englisch: Bowler). Anders als die ausschließlich festlichen Zylinder werden Melonenhüte heutzutage noch gerne zu Alltagsoutfits und eleganter Abendgarderobe getragen.

Merkmale:
  • Kleiner Hut mit runder Krone und Hutband
  • Schmale und leicht gewölbte Krempe

Schlapphut

Schlapphut

Die sehr breite Krempe des Schlapphutes bietet umfangreichen Sonnenschutz, sodass er ein angenehmes Accessoire für den Sommer darstellt. Dabei kann er sowohl zu lockeren Outfits als auch zu schicker Abendkleidung kombiniert werden. Für Herbst und Winter finden sich ebenfalls Schlapphüte aus Haar- oder Wollfilz.

Merkmale:
  • Runde Krone
  • Ausladende, gewölbte Krempe

Traveller

Traveller

Ein Traveller trotzt gern Wind und Wetter. Da "travel" das englische Wort für "reisen" ist, lassen sich seine Funktionen leicht ableiten: Häufig ist er faltbar (packable), wasserfest und robust. Oftmals haben Travellerhüte zusätzlich einen integrierten UV-Schutz.

Merkmale:
  • Eher breite und flache Krempe
  • Hohe Krone mit Hutband (meist aus Leder)
  • In der Regel wasserabweisend und rollbar

Zylinder

Zylinder

Der Zylinderhut war ab dem Jahr 1820 als Symbol des Bürgertums für lange Zeit nicht aus der Herrenmode wegzudenken. Heutzutage wird er von Männern in der Regel nur noch zu festlichen Anlässen in Kombination mit einem Frack oder Cutaway getragen. Eine beliebte Variation ist der klappbare Zylinder namens Chapeau Claque.

Merkmale:
  • Hoher Hut aus für gewöhnlich steifem Filz
  • Seitlich gewölbte Krempe
  • Kantige Krone (Zylinderform) mit Ribsband

Aufschlaghut

Aufschlaghut

Aufschlaghüte gibt es in einer Vielzahl von Facetten. Je nachdem, wo die Krempe aufgeschlagen ist und wie der Hut verziert ist (Schleifen oder Blumen), passt er zu verschiedensten Outfits.

Merkmale:
  • Teilweise oder komplett nach oben aufgeschlagene Krempe
  • Meist runde Krone
  • Oft Schleifen oder Blumen als Verzierung

Fischerhut

Fischerhut

Fischerhüte, auch Anglerhüte oder Bucket Hats genannt, sind optimal für Outdoor-Aktivitäten wie Angeln oder Wandern geeignet, da sie meist knautschbar und wasserdicht sind. Bei der jungen Generation gelten Bucket Hats durch die Hip-Hop-Szene als trendy und modern.

Merkmale:
  • Häufig aus Stoff gefertigt (Baumwolle oder Leinen)
  • Mittelbreite bis breite, nach unten fallende Krempe

Player-Hut

Player-Hut

Der Player-Hut ist die moderne Interpretation klassischer Hutformen und erinnert an eine Mischung aus Fedora und Trilby. Er steht für einen lässigen, urbanen Look mit schmaler Krempe und markanter, kompakter Krone. Dank Filzmodellen und sommerlichen Strohvarianten ist er vielseitig und ganzjährig tragbar.

Merkmale:
  • Schmale, rundum leicht aufgestellte Krempe
  • Mittelhohe Krone mit seitlichen Einkniffen und länglicher Einbuchtung
  • Runde, kompakte Silhouette
  • Leicht, alltagstauglich und vielseitig kombinierbar

Pork Pie

Pork Pie

Pork Pie bedeutet auf Englisch "Schweinepastete". Da der Hut von oben exakt so aussieht wie das Gericht, erhielt der flache und runde Pork Pie seinen Namen. Bei jungen Leuten und besonders in der Musikszene ist er sehr beliebt und kann ideal zu einer lässigen Garderobe getragen werden.

Merkmale:
  • Flache Krone mit kreisrunder Einbuchtung (Tellerbeule)
  • Kurze, runde und geschwungene Krempe

Schutenhut

Schutenhut

Schutenhüte sind eine Mischform aus Hut und Kappe, wodurch sie besonders angenehm im Sommer zu tragen sind. Dank des Sonnenschutzes und leichten Tragekomforts ist dieser Damenhut empfehlenswert bei der Gartenarbeit, beim Spazieren oder Fahrradfahren.

Merkmale:
  • Rundes Kopfteil
  • Breiter Schirm, der von den Seiten ausladend nach vorne verläuft
  • Häufig aus Stroh hergestellt

Trilby

Trilby

Als kurzkrempige Variante des Fedora hat der Trilbyhut einen sehr modernen Schnitt, der mit zahlreichen lockeren Outfits kombiniert werden kann. Eine Hutvariante des Trilby ist der Player, bei dem die gesamte Krempe ringsum geschwungen ist.

Merkmale:
  • Hohe Krone mit Einbuchtung und Hutband
  • Kurze Krempe (vorne nach unten geknickt, hinten geschwungen)